Textkrieg

Munition & Mädchenzöpfe

10 Dinge, die man bei Grippe tun kann

alt Letzte Woche ist es dann doch passiert: Am Samstag war ich noch hochmotiviert und frage meine Timeline nach Anregungen für tolle und aktive Unternehmungen. Die Sonne schien wie blöd und ich fuhr mit meinem aufregenden Zweisitzer-Cabrio (tiefergelegt) nach Berlin Mitte um dort ein bisschen im Park zu Joggen (gehen) und mir danach bei Daluma (Don't!) einen etwa 150ml "großen" Gemüse-Saft-Shake für mein Immunsystem zu kaufen. Für 3,50 Euro wohlgemerkt. Dreieurofünfzig. Wie es aber die Ironie des Schicksals so wollte, boostet der Saft meinen Body nicht auf ein höheres X-Men artiges Level, sondern ich steckte mich lediglich mit Grippe an, was ich im Nachhinein nur mit (1/10) bewerten möchte. Nicht eine dieser peinlichen Kindererkältungen. Nein, richtig echte Grippe mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Augen so groß wie Medizinbällen. Am dritten Tag hatte ich zudem das Glück, dass aus meiner Nase und aus meinen Augen Wasser floss - mit mehr Druck als man ihn aus Berliner Altbauleitungen gewöhnt ist. Also lag ich im Bett. Von Sonntag bis Freitag. Well done.

Wie krass krank ich eigentlich war, merkte ich erst, als ich "ein paar Tage später" dachte, dass ich wieder fit genug für den Laptop sei und dabei erstaunt feststellte, dass sich eine millimeterhohe Staubschicht auf die Tastatur gelegt hatte. Ich war einige Zeit aus der Welt gewesen...

Da momentan immer noch die Grippewelle in Berlin umhergeht und ich gerne ein guter Freund und netter Mensch sein will, habe ich einige Tipps zusammengefasst, falls es euch auch erwischt:

1. Lustige Pjyamahosen

alt Wer krank ist, hat es verdient Pyjamahosen mit kleinen Dackeln oder Kakteen zu tragen. Bei über 39,5 Grad Fieber tritt ausserdem das "Fieberschutz-Gesetz" in Kraft, dass es Betroffenen gestattet Shirts mit witziger Aufschrift zu tragen.

2. ARTE

alt Auf ARTE ist immer Verlass. Man schaltet ein und jemand brät Kaninchen in Knoblauchöl an. Wenn man Pech hat, kommt eine Doku über Affenbrotbäume oder Anacondas. Da kann man im Grund aber auch gut mit leben.

3. Better Call Saul

Braucht ihr jetzt echt eine Begründung dafür?

4. Omas Wollsocken

alt Der schwindende Körper hat es verdient nur in die herzigstens Geschmeide eingepackt zu werden. Und in welchem Kleidungsstück steckt mehr Liebe und Wärme, mehr Wohligkeit und Familie, als in den selbstgestrickten Socken unserer Großmütter?

5. Anthony Bourdain

I love Tony. Und am meisten liebe ich ihn wenn ich krank bin. Tony ist so eine Art Superheld für mich, denn er reist in seinen Dokuformaten quer um die Welt und fährt sich geiles Essen rein. Essen ist dann geil, wenn es unprätentiös ist, wenn es nicht High-Class ist und wenn man dabei ein bisschen was rattern kann. Wir teilen uns auf jeden Fall den gleichen Geschmack. No Reservations ist vermutlich meine Lieblingsreihe von ihm.

6. Schlafen

Man kann niemals genug schlafen. Besonders wenn man krank ist. Also Smartphone leise schalten, Biberbettwäsche aufziehen und ein paar Tage wegschlafen. Man hat jedes Recht dazu.

7. Power Food

alt Ja klar, man könnte jetzt den ganzen Tag Hühnersuppe essen und sich von Gemüsesäften ernähren, aber ist es nicht sowieso schon beschissen genug, dass man krank ist? Während dem hohen Fieber hatte ich ohnehin keinen Appetit. Als ich dann wieder essen konnte, habe ich mich mit den Dingen verwöhnt, die noch im Froster ganz hinten lagen. Verbrannte Schnitzel in zu heißem Fett gebraten und Gewürz-Kartoffelpüree, das man eigentlich mit Wasser kochen sollte, in Milch. Top. Wer einkaufen geht, steckt sich nur mit der nächsten Pest an.

8. No Homoöpathie

alt Bitch please! By I fucking love science

9. Kein Social Media

alt Sollte eigentlich für jeden Tag gelten. Hält sich nur keiner dran! Ein Selfie vom zerquollen Gesicht mit dem Hashtag #thefacesofflu geht hingegen immer.

10. Sunglasses

alt I wear my sunglasses at flu. Im Ernst, bei tränenden Augen und krass laufender Nase hat das wirklich geholfen. Ich schätze weil das Licht ja auch irgendwie reizt. Ausserdem habe ich mich cool und untouchable gefühlt.