Fusion Festival 2011

Monday, July 04, 2011

Festivals sind eine ganz tolle Sache. Bei gutem Wetter für alle. Bei schlechtem Wetter ist *** (auf Wunsch der Marke entfernt) das Thor Steinar der Vorbereitungsnazis. Wir hatten nur ein Billigzelt von ALDI und Stoffschuhe. Das war das Fusion Festival 2011:

 

Wir starteten am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein und einer Temperatur von mindestens 30°C in Berlin mit einem Zweisitzer-Cabrio. Klar, in so einem Auto ist wenig Platz und ich musste "nur" drei Stunden in draller Sonne, eingewickelt in zwei Biberbettwäschen, auf dem Beifahrersitz vor mich hin siechen. Im Ort, Mirow oder so, angekommen, besorgten wir dann noch zwei Kästen Bier für den Typ, der unser Lager organisiert hatte. Unsere Vorhut hielt sich bereits seit den frühen Morgenstunden auf dem Festivalgelände auf und hielt mit ihren überdimensionierten Funktionsfahrzeugen den Platz für unser Camp frei. Der VW Bulli ist das Platzhalterhandtuch des Festivaltouristen.

 

 

Mit zwei Kästen Bier auf dem Schoß und eingewickelt in mehrere Lagen Biberbettwäsche reihten wir uns dann mehrere Stunden in die wartende Autoschlange mit den anderen Druffis vor dem Gelände ein. Dummerweise hatte ich eine Artisten-Freikarte und hätte einfach den VIP Eingang ohne Schlange nehmen können. 

 

Weder mein Gesicht noch das gute Wetter hat sich gehalten. In der Nacht auf Donnerstag fielen die Temepraturen auf -800°C und es regnete ins Zelt. Ich fror und habe Würstchenbrote gegessen. Das Programm startete erst Donnerstags. 

 

Für mich als absoluten Hygiene-Neurotiker war besonders die Toilettensituation ein echtes Problem. Also aß und trank ich einfach nichts mehr. Es funktionierte.

 

 

Musikalisch ist es auf Festivals immer so ein Ding. Man nimmt sich alles vor und schafft davon nur die Hälfte, wobei man sich davon aktiv nur an ein Viertel erinnern kann. An was kann man sich erinnern und welche Acts hat man verpasst, weil man doch nur in der  Rootbase in den Hängematten bei unwürdiger Reggaemusik hin- und herschaukelte?

 

Steve Bug: Steve Bug ist so ziemlich der langweiligste Scheiß seit der Erfindung von Waschmaschinen mit Fenstern.

 

Electric Sheep: Hoher Elfenanteil im Publikum. Muss man mögen. Alle zwei Minuten wird man gefragt ob man Rollenspiele spielt oder auf Mittelaltermärkten Bienenwachskerzen mit den Füßen herstellt.

 

SCSI-9: Fühlt sich live nach schlaflosen Nächten an, wie in der 9ten Stunde Latein Vokabeltest nach 8 Joints.

 

Sexy Sushi: Wurde groß als French Electro angegündigt, war aber nur eine wirre Mischung aus Autoscootergeräuschen und Tiersexlauten.

 

Terry Poison: Terry Poison im Luftschloss mit überdimensionierter Lautstärke. Neben uns rauchte ein Typ, der aussah wie der langweilige vom A-Team, mal eben ein Blech Crack in der Glühbirne weg.

 

Supershirt: Man munkelt das soll gut gewesen sein. Ich habe mir die Typen vor ein paar Wochen im About:Blank gegeben und bin absoluter Fan der Liveshow.

 

Slagmalsklubben: Auf dem Rückweg von irgendwo durch Zufall an der Turmbühne vorbeigelaufen und mein musikalisches Highlight des Festivals. Zu einer unmöglichen Zeit am Nachmittag im strömenden Regen und trotzdem zertanzt.

 

 

 

Und weil das Wetter hässlicher als ich nach vier Tagen nicht duschen war, sind wir einen Tag früher abgereist und haben daheim erstmal Chickenteile bestellt und in der Badewanne rumgelegen.

 

Mixtape: Next Stop - Down

Jun 24, 2014

Baut mal was!

Jun 17, 2014

Ganz ehrlich, Langeweile ist eben in erster Linie langweilig und ich bin leider keiner dieser charaktergeilen Menschen, die es genießen können “mal nichts tun zu müssen”. Daher sammele ich seit einiger Zeit schöne DIY Projekte und habe eine schöne Liste für Euch zusammengepappt:

Mixtape: BIRDDOG

Jun 09, 2014

Optimier dich doch selbst, du Opfer!

Jun 05, 2014

Alt text

Hallo! Ich möchte darum kämpfen als fehlerhaft wahrgenommen zu werden. Ich möchte dies aus der festen Überzeugung tun, dass nicht nur mir und meinem Selbstbild diese Ehrlichkeit gut tut, sondern ich möchte ebenso dem Optimierungszwang und den hässlichen Seiten des Optimierten-Selbst, dem immer aggressiver werdenden Shaming von Menschen, die in den Augen der Gesellschaft vermeintlich nicht die “optimale Version” ihrer Person sind, meinen Mittelfinger entgegenhalten – und dabei einen Joint rauchen und ohne Zähne zu putzen ins Bett gehen und dann noch ein Schokoladeneis essen.

Mixtape: BINGO BETCH

May 19, 2014

In Deutschland schlafen sie wieder alle und ich sitze im Lichterregen auf dem Hausdach in Kalifornien und fühle ein bisschen nichts. Das klingt schöntraurig, wie dieses Mixtape.

Listen sind das neue Schwarz

May 15, 2014

Mein lieber Freund Peter hat ein Buch geschrieben, nein vielmehr hat er ein Buch mit Listen gefüllt. Der Peter hat es mit den Listen, nicht nur regelmäßig für INTRO INTRO, sondern auch auf Twitter und vielleicht auch zum Einkaufen. Ich hatte zwei Fragen an Peter, die er stilsicher in Listenform beantwortet hat.

Sag es laut: Mir geht es gut

May 12, 2014

Wann habe ich eigentlich das letzte Mal gedacht, mir geht es bedingungslos gut? Ohne Wenn und Aber? Ganz ohne Einschränkungen, Rückhalte und vollkommen gelöst? Niemals tat ich das. Und nun fällt plötzlich so viel Ballast von mir ab, dass ich merke wie federleicht ich eigentlich bin.

Blitzkrieg lesen? Den vierten Affen bestellen!

May 08, 2014

Mixtape Mai: WHAT THE

May 01, 2014

Alt text

Wow, schon wieder Mai! Wer bis jetzt noch keine Eiscreme essen war, wird es in diesem Jahr auch nicht mehr (Versprochen!). Hier das neue Mixtape.

I talked - die Interviews

Apr 28, 2014

Ich zähle gerade die Tag rückwärts, denn in den nächsten Wochen steht nicht nur mein Umzug an, sondern auch eine neuüberarbeitete Homepage und viele andere News. Und so habe ich mit bester Aufbruchslaune mit zwei lieben Menschen über mich und meine Arbeit gequatscht, über meinen Glauben und Feminismus. Dazu sind tolle neue Fotos von mir uns meiner Wohnung entstanden.

California Reisestimmung mit Instagram Surfprints

Apr 28, 2014

Ich habe mir überlegt, meine Reisestimmung an einige liebe Freunde weiterzuschenken. Und da ich der faulste Mensch der Welt bin, der mehr Ahnung von Geben als von Nehmen hat, habe ich mich ausnahmsweise mal von einem netten Store inspirieren lassen, der den California Instagram Look auf Leinwand gepappt hat.

Apartment hunting San Francisco

Apr 23, 2014

Wir sind Ada und Johannes aus Berlin und suchen ab dem 01.07. eine kleine Wohnung in San Francisco bis $3000 Dollar im Monat. Mit uns zieht ALF the Cat, also wäre eine Wohnung in der Katzenhaltung erlaubt ist perfekt. Am liebsten in Mission, Soma, Potrero Hill oder Hayes Valley.

Der Blitz geht nach San Francisco

Apr 16, 2014

Ihr werdet es bestimmt schon gehört haben – ja, ich gehe. Goodbye Berlin! Es ist wahr und ich bin glücklicher denn je Euch hier in Zukunft über das Rumaalen in Kalifornien, die Techszene, die Kultur und die Schwierigkeiten zu berichten, die so ein Umzug von Berlin in die USA so mit sich bringt.

Mixtape April: Sheesh Days

Apr 10, 2014

  • >>> mehr