Textkrieg

Munition & Mädchenzöpfe

Slowenien, Slowakei oder so

Hallo Mama, ich bin in Slowenien oder Slowkei oder so.

Dieses Slowenien, von dem niemals jemand spricht, liegt irgendwo eingepackt zwischen sehr korrekten Ländern (Österreich, Italien, Kroatien und irgendwas im Osten) und finanziert sich in erster Linie durch die Autobahnmaut der Durchreisenden, die unterwegs zu einem coolern Ort sind. Die Autobahnmaut beträgt 500 Euro oder so. Dafür bekommt man eine 7-Tage Plakette um 20 Minuten auf Sloweniens Autobahnen zu verbringen. 

 

 

Ohne gültigen Personalausweis oder Reisepass wird man an der kroatischen Grenze abgewiesen und muss entweder 10 Stunden zurück nach Berlin reisen oder in Slowenien abhängen. Das wurde uns auch bewusst, als wir einen Tag nach unserem Einreiseverbot in der Deutschen Botschaft in Ljubljana mit 200 rotverbrannten Russen für Einreisepapiere und Pass anstanden. 

 

Slowenien ist die eine Sache. Die andere Sache ist, in einem slowenischen Waldstück die restliche Kiffe vor der Einreise nach Kroatien verstecken zu wollen und in Klärschlamm auszurutschen und den ganzen Körper voller Exkremente und seltsamer roter Würmer zu haben.

 

 

Schnell weiter! Bloß nicht mit den Einheimischen sprechen, die aussehen wie die Fensterputzer am Kottbusser Tor in Berlin, keine Speisen zu sich nehmen und auf gar keinen Fall Pizza essen gehen. Pizza besteht in Slowenien aus einer etwa 5cm dicken Backpulverteigmasse, auf die farb- und geschmackloses Dosengemüse geworfen wird. Anschließend wird der Teig mit Scheiblettenkäse überbacken. Wer etwas essen will, sollte sich an Körpereigenes halten. Ich sehne mich nach meiner ehemaligen Uni-Mensa.

 

 

Stilecht haben wir die Nacht in einem Motel mit direktem Blick auf den Kosmetiksalon mit dem schmückenden Namen "KZ Hoce" verbracht. Ein Motel unterscheidet sich von einem Hotel nur darin, dass lauter gebumst und weniger geputzt wird und man mit dem Auto bis ins Zimmer fahren kann.